"Wassermilch und Spitzenwein" - Eine Berliner Familiengeschichte
Informationen
Erinnerung, Zeitgeschichte und persönliche Erfahrungen stehen im Mittelpunkt dieser Lesung mit Irene Bindel. Sie liest aus ihrem autobiografischen Buch “Wassermilch und Spitzenwein” und berichtet von ihrer Kindheit in der Zeit des Nationalsozialismus sowie von den Nachkriegsjahren in Berlin.
1938 in Berlin-Lichterfelde geboren, wächst sie als Tochter eines jüdischen Vaters in ständiger Angst vor Verfolgung auf. Während ihr Vater untertauchen muss und später verhaftet wird, kämpfen Mutter und Tochter ums Überleben.
Mit dem Kriegsende erlebt die Siebenjährige erstmals Hoffnung und Freiheit. Die Begegnungen mit den amerikanischen Besatzern in Berlin-Zehlendorf prägen ihre Erinnerung an den Neuanfang nach 1945.
Im Anschluss spricht Irene Bindel über ihre persönlichen Erfahrungen und beantwortet Fragen aus dem Publikum. Durch den Abend führt Irmgard Zündorf.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Berlin Freedom Week statt.
Gäste & Moderation
Irene Bindel
Die Berlinerin Irene Bindel, geboren 1938 in Zehlendorf, engagiert sich seit Jahren als Zeitzeugin der NS-Zeit und der Berliner Nachkriegsgeschichte. Sie spricht regelmäßig vor Schüler:innen von ihrer Kindheit als jüdisches Kind und teilt ihre Erinnerungen an diese Zeit.
Irmgard Zündorf
Irmgard Zündorf ist Historikerin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschungen Potsdam (ZZF) und leitet dort den Fachbereich „Public History“. Regelmäßig moderiert sie historische Veranstaltungen.
Wegbeschreibung
Bus: 248 und M43
U-Bahn: U6
Vor Ort stehen zwei Parkplätze für Menschen mit Behinderungen (entsprechender Parkausweis nötig) zur Verfügung.
Adresse:
Platz der Luftbrücke 5, C2
12101 Berlin