Neu: Ausstellung zur Lufthansa-Geschichte

Ab sofort ist im THF TOWER eine Ausstellung zu sehen, die nicht nur Luftfahrtfans packt: „Lufthansa. Berlin-Tempelhof 1926–1945. Zwischen ziviler und militärischer Luftfahrt“ erzählt die frühen Jahre der Lufthansa direkt an ihrem ehemaligen Heimatflughafen – mit Faszination, Ambivalenz und einem klaren, kritischen Blick auf die Verflechtungen von Luftfahrt, Staat, Wirtschaft und Militär.

Bei der Ausstellungseröffnung am Eröffnungsabend zeigte sich gleich, welches Potenzial in der Schau steckt: Über 120 geladene Gäste aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit kamen im THF TOWER zusammen. Nach der Begrüßung durch Senatsbaudirektorin Prof. Petra Kahlfeldt, Fabian Schmitz-Grethlein, Geschäftsführer der Tempelhof Projekt, und Programm-Leiterin Anna Lena Joisten gab die Ausstellungsmacherin Dr. Sina Keeser Einblicke in Idee, Inhalte und Herangehensweise der Ausstellung. Danach wurde es, ganz Tempelhof, angenehm ungezwungen: bestes Sommerwetter, gute Gespräche, und zum Ausklang ein Sonnenuntergang über dem Tempelhofer Feld, den viele Gäste von der Tower-Dachterrasse aus genossen. Ein rundum gelungener Sommerabend und ein starker Auftakt für die neue Ausstellung.

Was Sie erwartet (und warum sich der Besuch lohnt)

Im Mittelpunkt stehen die Kontraste der frühen Epoche der Luftfahrt in Tempelhof: Aufbruch und Technikbegeisterung – aber auch geheime Aufrüstung, Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit sowie der Umgang mit der Vergangenheit nach 1945. Rund 200 Abbildungen, von Fotografien über Werbematerial bis zu Dokumenten, holen die Zeit zwischen 1926 und 1945 erstaunlich nah heran. Dazu kommen Originalfilmaufnahmen, u. a. Ausschnitte aus dem Propagandafilm „Briefe fliegen über den Ozean“ (1935). Ein Highlight ist außerdem eine eigens entwickelte Animation, die die Entwicklung des Lufthansa-Streckennetzes von 1926 bis 1945 sichtbar macht – wie ein Flugplan, der Geschichte erzählt.

Kurzporträts zeigen Menschen hinter der Unternehmensgeschichte – zwischen Innovation, Anpassung und Verantwortung. Und der Ort selbst spielt mit: Auf der 6. Etage verbinden großformatige Fensterbanner den heutigen Blick über das Tempelhofer Feld mit der historischen Perspektive. 

Wer den Flughafen Tempelhof kennt, wird ihn hier neu entdecken. Und wer ihn noch nicht kennt, hat jetzt einen ziemlich guten Grund, damit anzufangen: Geschichte zum Reingehen – mit Aussicht.

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