Gute Aussichten!

Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin hat im März 2018 beschlossen, rund 132 Mio. € aus den SIWANA IV Mitteln „Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds“ für Projekte im Flughafen Tempelhof zur Verfügung zu stellen. Die zentralen Projekte sind die Sanierung von Mietflächen, der Ausbau der Versammlungsstätte als auch Einzelprojekte im Gebäude. Das bedeutet beispielsweise die Ertüchtigung der Hangarflächen zur Versammlungsstätte, die Entwicklung des ehemaligen Offiziershotels im Gebäudeteil H2rund zum Innovationszentrum der Kreativwirtschaft und den Ausbau marktgerechter Büroflächen für moderne Arbeitswelten.

Neben den Projekten Tower THF, Geschichtsgalerie auf dem Dach, Besucherzentrum am Haupteingang,  Neugestaltung des Ehrenhofes und des Platzes der Luftbrücke und der geplanten Ansiedlung des AlliiertenMuseums werden nun weitere Projekte in der Planung und Umsetzung beschleunigt umgesetzt.

Digital- und Innovationszentrum am Platz der Luftbrücke

Das einstige Offiziershotel der U.S.-Army, direkt am Platz der Luftbrücke, wird in den kommenden Jahren zu einem Digital- und Innovationszentrum ausgebaut. Mit seiner zentralen Lage, optimalen Verkehrsanbindung und zeitgemäßen Ausstattung wird es optimale Arbeitsbedingungen bieten. Besonders Unternehmen und Start-ups aus dem Kreativ-, Kommunikations- und IT-Bereich aber auch Bildungseinrichtungen sollen hier Gestaltungsraum finden, der für angenehme Atmosphäre, Experimentierfreude, Kreativität und Produktivität steht. Die einzigartige Adresse – am historischen Flughafen Tempelhof – und die Nähe zum weitläufigen Tempelhofer Feld sprechen für sich.

Beste Voraussetzungen für Veranstaltungen

In den kommenden Jahren werden schrittweise die Qualifizierungsmaßnahmen für die dauerhafte Versammlungsstätte umgesetzt. Sie bilden die Grundlage für die Ausstattung der Hangarflächen mit moderner Infrastruktur, barrierefreier Zugänglichkeit und Sicherheitskonzepten zur Durchführung von Großveranstaltungen im Herzen der Stadt. Das stützenfrei überdachte Vorfeld mit 19.000 m“, das betonierte Vorfeld mit 236.000m² und die historische Kulisse sind im Zusammenspiel mit den Hangars eine europaweite Einmaligkeit für internationale Veranstaltungen.

Moderne Bürowelten im Bauteil A1

Das Bauteil A1, das südwestlich an die Haupthalle angrenzt und in dem sich ein Teil des ehemaligen Transitgangs und der Flugsteige befindet, wird bis voraussichtlich 2020 umfassend instandgesetzt. Die Anforderungen an die integrierte Planung sind hoch: Sie muss neben dem Bauteil mit den dazugehörigen Treppentürmen auch die angrenzenden Flächen sowie die Verbindung mit den Außenräumen umfassen und zugleich die Entwicklung des Flughafenareals als Gesamtheit im Blick behalten.

Die 12.000 m² Bruttogeschossfläche des Bauteils A1 sollen künftig teils temporär für Veranstaltungen, teils als dauerhaft vermietete Büros genutzt werden können. Hierfür wurden Schadstoffuntersuchungen und -sanierungen vorgenommen und die Erarbeitung des Standsicherheitsnachweises beauftragt, auf der die Tragwerksplanung aufbauen kann. Entkernungen und Umbauten, aufwändige statische Verstärkungen der Bestandsdecken sowie die Brandschutzertüchtigung der technischen Infrastruktur und der baulichen Substanz sind vorgesehen und werden entsprechend des hauseigenen Denkmalpflegeplans umgesetzt.