Geschichtsgalerie auf dem Dach

Geschichte Open-Air: 1,2 Kilometer voller Rück- und Weitblicke

Der ehemalige Flughafen Tempelhof ist ein Ort, der seine Geschichte im Wesen trägt und sie in einzigartiger Weise auf seine Besucherinnen und Besucher ausstrahlen lässt. Seine Vergangenheit, aber auch Gegenwart und Zukunft – wie auch die der Stadt Berlin – werden schrittweise ab 2022 auf besondere Art erlebbar: in einer Ausstellung auf dem 1,2 km langen Flughafendach.

Ein Zeugnis deutscher Historie
Von 1936 bis 1942 als monumentaler NS-Bau errichtet, diente der Zentralflughafen Tempelhof von 1945 bis 1993 der U.S. Air Force als Basis und wurde vor allem im Zusammenhang mit der Luftbrücke in den Jahren 1948/49 als Symbol der Freiheit weltberühmt. Zur Zeit des Kalten Krieges bot er für die Menschen in West-Berlin die einzige ungehinderte Verkehrsverbindung mit der Außenwelt und wurde dank der hier landenden internationalen Prominenz zu einem Inbegriff weltstädtischen Lebensgefühls.

Erinnern und Ausblicken
Um die Bedeutung und die bewegte Vergangenheit des Flughafens Tempelhof sowie seine Gegenwart und zukünftige Planungen erlebbar zu machen, wurde der ideale Ort schnell gefunden: das gigantische, 1,2 Kilometer lange Dach, das sich über sämtliche Hangars erstreckt. In dessen rückwärtigem Bereich, dem sogenannten Laubengang, wird in den kommenden Jahren eine Geschichtsgalerie realisiert.

Der Leitgedanke des Projekts ist die historische Kommentierung der Aussicht, wofür innovative Präsentationen zum Einsatz kommen, bei denen virtuelle und reale Welt miteinander verschmelzen. Eine Zeitreise im Ausstellungsturm, wechselnde Angebote in den „Boxes“ – den Durchgängen verschiedener Treppentürme – und eine einladende Open-Air-Ausstellungsplattform auf Hangar 7 versprechen den künftigen Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreiches Erlebnis. Die vielen besonderen Orte im Flughafengebäude, die aus sich selbst heraus einzigartige „Zeitzeugen“ sind, werden durch das Projekt zugänglich und miteinander verbunden.

Schrittweise Umsetzung ab 2019
Der Baubeginn ist für 2019 angesetzt. Die Umsetzung wird entsprechend des für den Flughafen verbindlichen Denkmalpflegeplans erfolgen. Das Projekt „Geschichtsgalerie auf dem Dach des Flughafengebäudes Berlin-Tempelhof“ soll im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundemitteln und Mitteln des Landes Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert und durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen kofinanziert werden.

Touristischer Angebotsmix

Mit der  Geschichtsgalerie und dem Umbau KopfbauWest/ Tower THF sowie dem AlliiertenMuseum in direkter Nachbarschaft entsteht am westlichen Ende des Flughafengebäudes ein neuer touristischer Anziehungspunkt. Die Symbiose zwischen Flughafengebäude, Museum, Veranstaltungen und Park stellt einen bedeutenden Baustein für die Öffnung und Belebung des Ortes dar, von dem ganz Berlin profitieren wird.