Tower THF – 360° Berlin

Besucher*innen erwartet ein 360°- Panorama-Aus­blick über ganz Berlin

Bis 2020 werden das westliche Kopfgebäude und der Tower des Flughafens Tempelhof denkmalgerecht saniert und zu einem neuen Informations- und Veranstaltungsort mit spektakulärem Ausblick umgestaltet. 

Respekt vor dem historischen Bestand 
Im Kopfgebäude West befinden sich faszinierende Bereiche wie das markante, großräumige Treppenhaus, das im Zuge des Projektes erstmals öffentlich begehbar wird. Sein Inneres wird teilweise mit einem „Holzteppich“ belegt, dessen Wegeführung die räumliche und historische Komplexität der einstigen Monumentaltreppe, ihrer Ausstattung und ihrer historischen Phasen offenlegt. 

Große Teile der obersten Gebäudeebene sind als Ausstellungsraum vorgesehen. Darüber hinaus entsteht ein Empfangsbereich mit gastronomischem Angebot. Im Mittelpunkt aber steht das Dach mit dem verglasten ehemaligen Flughafen-Tower. Hier bietet sich der eindrucksvolle 360°-Blick über die Weite des Tempelhofer Feldes und seine städtische Umgebung, der früher nur den Fluglotsen vergönnt war. Auch der Schritt hinaus auf die angrenzende, als Holzdeck geplante Dachterrasse wird möglich. Mit dem Einzug des AlliiertenMuseums in Hangar 7 entsteht ein weiterer Besuchermagnet in direkter Nachbarschaft. 

Der Tower als Exponat mit Aufenthaltsqualität 
Die Öffnung des Kopfbaus am Tempelhofer Damm für Gäste aus aller Welt ist ein Baustein der Gesamtstrategie zur Neuordnung des einstigen Flughafens. Ziel ist es, die Einbindung des Gebäudes in die Stadt sowie die prägende Wirkung auf das Tempelhofer Feld erfahrbar zu machen. 

Den europaweiten Architektur-Wettbewerb hat das Schweizer Büro :mlzd aus Biel gewonnen und ist mit der Generalplanung beauftragt. Der Umbau erfolgt auf der Grundlage des Denkmalpflegeplans und hat Modellcharakter für den Umgang mit Baukultur und Denkmalpflege. 
 
Das Vorhaben wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ als Premium-Projekt ausgezeichnet und wird vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat von 2016 bis 2018 mit 4 Mio. Euro gefördert. Das Land Berlin unterstützt das Vorhaben mit 2 Mio. Euro und stellt die erforderlichen Projektmittel zur Verfügung.