Tower THF – 360° Berlin

Besucher*innen erwartet ein 360°- Panorama-Aus­blick über ganz Berlin

Bis 2021 werden das westliche Kopfgebäude und der Tower des Flughafens Tempelhof denkmalgerecht saniert und zu einem neuen Informations- und Veranstaltungsort mit spektakulärem Ausblick umgestaltet.

Respekt vor dem historischen Bestand
Im Kopfgebäude West befinden sich faszinierende Bereiche wie das markante, einst großräumige Treppenhaus, das im Zuge der Projektumsetzung erstmals öffentlich begehbar wird. In der Nachkriegszeit nur zur Hälfte ausgebaut und genutzt, in der Zwischenzeit als nichttragfähig eingestuft, wird es Teil der Zeitgeschichte, die auf spektakuläre Weise erlebbar gemacht wird.

Sein Inneres wird mittels einer eingehängten Treppe aus Stahl als tragendes Element wieder öffentlich erlebbar sein, dessen Wegeführung die räumliche und historische Komplexität der einstigen Monumentaltreppe, ihrer Ausstattung und ihrer historischen Phasen offenlegt.

Große Teile der obersten Gebäudeebene sind als Ausstellungsraum vorgesehen. Darüber hinaus entsteht ein Empfangsbereich mit kleinem gastronomischen Angebot. Im Mittelpunkt aber steht das Dach mit dem verglasten ehemaligen Flughafen-Tower. Hier bietet sich der eindrucksvolle 360°-Blick über die Weite des Tempelhofer Feldes und seine städtische Umgebung, der früher nur den Fluglotsen vergönnt war. Auf der angrenzenden, als Holzdeck gestalteten Dachterrasse wird das Verweilen zum Genuss.

Die darunterliegenden Ebenen werden ebenfalls nach heutigen Standards saniert und sind für Büronutzungen vorgesehen.

Mit dem Einzug des AlliiertenMuseums in Hangar 7 entsteht ein weiterer Besuchermagnet in direkter Nachbarschaft.

Der Tower als Exponat mit Aufenthaltsqualität
Die Öffnung des Kopfbaus am Tempelhofer Damm für Gäste aus aller Welt ist ein Baustein der Gesamtstrategie zur Neuordnung des einstigen Flughafens. Ziel ist es, die Einbindung des Gebäudes in die Stadt sowie die prägende Wirkung auf das Tempelhofer Feld erfahrbar zu machen.

Den europaweiten Architektur-Wettbewerb hat das Schweizer Büro :mlzd aus Biel gewonnen und ist mit der Generalplanung beauftragt. Der Umbau erfolgt auf der Grundlage des Denkmalpflegeplans und hat Modellcharakter für den Umgang mit Baukultur und Denkmalpflege.

Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert.