Dachgalerie – 1,2 Kilometer für Rück- und Weitblick

Der ehemalige Flughafen Tempelhof ist ein Ort, der seine Geschichte im Wesen trägt und sie in einzigartiger Weise auf seine Besucher ausstrahlen lässt. Von 1936 bis 1942 als monumentaler NS-Bau errichtet, diente er von 1945 bis 1993 der US Airforce als Basis und wurde vor allem im Zusammenhang mit der Luftbrücke in den Jahren 1948/49 als das Symbol der Freiheit berühmt. 1951 begann hier der zivile Flugverkehr, der im Jahr 2008 eingestellt wurde.

Um die bewegte Vergangenheit des Flughafens Tempelhof, seine Gegenwart und zukünftige Planungen erlebbar zu machen, wurde der ideale Ort schnell gefunden: das gigantische, 1,2 Kilometer lange Dach. Auf der 60.000m² großen Fläche finden gut zehn Fußballfelder Platz. Von jeder Stelle aus eröffnet sich ein spektakulärer Blick auf das ehemalige Flugfeld und darüber hinaus auf die Stadt. Nach den Planungen des Architekten Ernst Sagebiel sollte das Dach als Tribüne für bis zu 80.000 Menschen dienen, mit öffentlich zugänglichen Bereichen mit Restaurant, Café und Besucherterrassen. Diese Planung wurde jedoch nie realisiert.  

Die aktuelle Planung sieht vor, im rückwärtigen Bereich des Laubenganges eine Dachgalerie zu realisieren, die sich über die Länge des gesamten Daches erstrecken soll. Ein Konzept hierfür wird aktuell erarbeitet.  
Zudem bietet das Gebäude eine Vielzahl besonderer Orte, die aus sich selbst heraus einzigartige „Zeitzeugen“ sind und durch das Projekt zugänglich werden. Die Dachgalerie wird somit zum verbindenden Element zwischen den künftigen touristischen Highlights, etwa die Dachterrasse am Kopfgebäude West oder die Museumsnutzung in Hangar 7.