THF einen Tag vor der Eröffnung von Living the City

Am Vorabend der Eröffnung der dreimonatigen Ausstellung „Living the City“ in der der Haupthalle des Flughafens trafen sich die „Macherinnen und Macher“ mit Vertreterinnen und Vertretern der Presse. Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung  erklärte der leitende Kurator, Lukas Feireiss, die zentrale Botschaft: „Lust aufs Stadtmachen“ zu machen.

Jutta Heim-Wenzler, die Geschäftsführerin und Hausherrin am Flughafen Tempelhof, begrüßte die Gäste und beglückwünschte alle Beteiligten zur Wahl des Standortes der Ausstellung.

„Es ist ein tolles Zeichen, dass die Ausstellung in der Haupthalle stattfindet und an der Stelle des Daches, auf der einst der Reichsadler stand, nun für drei Monate der leuchtende Schriftzug EUROPA zu sehen ist. An diesem Ort verbindet sich die wechselvolle Geschichte des 20 Jahrhunderts mit der schrittweisen Entstehung des größten Stadtentwicklungsprojektes Berlins“.

THF - ein goldrichtiger Ausstellungsort

Auftraggeber der Ausstellung ist das Bundesministerium des Innern, für Bauen und Heimat. Der Referatsleiter für Stadtentwicklung, Dr: Oliver Weigel, stellte die Herausforderungen des Strukturwandels in den großen und kleinen europäischen Städten in den Vordergrund. Stadtentwicklung ist ein Spiegel des gesellschaftlichen Wandels. Die Zeit der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ist die Gelegenheit, die Ausstellung für alle an einem Ort zu präsentieren, der Sinnbild für verschiedene historische, aber auch zukünftige Phasen der Stadtentwicklung ist. Dabei wurde ihm während der Suche nach dem passenden Ausstellungsort von THF abgeraten. Zu dominant der Bau, hieß die Begründung. Das BMI hat sich trotzdem für THF entschieden. Ein Blick in die Haupthalle zeigt, dass diese Entscheidung goldrichtig war.

Erzählungen, die Lust auf "Stadtmachen" machen

Für den Vertreter des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, BBSR, Dr. Markus Eltges steht die Frage, was den Menschen auf den Nägeln brennt im Mittelpunkt. Nicht nur der Klimawandel und die Pandemie. Die 50 Erzählungen über die Orte und Exponate der europäischen Stadtentwicklung zeigen, wie sich Menschen vor Ort, um die Entwicklung von Lösungen, kurzum: um den Wandel vor ihrer eigenen Haustür kümmern. Wie sie einfach Lust machen auf Stadtmachen im eigenen Wohnumfeld.

Narrative Collagen zum erleben

Das Kuratorenteam um den kuratorischen Leiter Lukas Feireiss stellte die gewählte Form der narrativen Collagen ins Zentrum der Umsetzung der Ausstellung. Sie wurden neben Film und Fotoarbeiten gewählt, um große und kleine Projekte mit einander zu verweben. Die Ausstellung wird in den nächsten drei Monaten von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet. Die Herausforderung, die monumentale Halle in die Ausstellung einzubinden, Sichtachsen zu schaffen, welche Gebäude und Ausstellung mit einander verbinden, ist wunderbar gelungen.

Berlin und seine Gäste sind eingeladen, die Ausstellung täglich zu besuchen. Bis zum 20.Dezember ist die Haupthalle für alle kostenlos geöffnet. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt es unter: https://livingthecity.eu/