“Take-off“ in Richtung Zukunft

Geschäftsführerin der Tempelhof Projekt GmbH Jutta Heim-Wenzler (Foto: Claudius Pflug)

Mit dem Beschluss zum Konzeptpapier „Vision 2030+“ hat der Senat einen bedeutenden politischen Meilenstein erreicht. Das neue Konzept gibt den Rahmen für die künftige Nutzung des Flughafengebäudes vor, das in den kommenden Jahren zu Berlins zentralem Ort für Kunst, Kultur, Büro- und Kreativnutzungen werden soll. Der Senat folgt damit den Empfehlungen des Aufsichtsrates der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft Tempelhof Projekt GmbH und legt ein klares Bekenntnis zum Standort ab.

Die Tempelhof Projekt GmbH hat auf der Basis der Erkenntnisse der Grundlagenermittlung zum baulichen Zustand des Flughafengebäudes in den vergangenen Monaten ein Entwicklungskonzept, die „Vision 2030+“, entwickelt.

Das am 11. August  verabschiedete Konzept ist Grundlage der schrittweisen Umsetzung für eine neue und facettenreiche Nutzung der 300.000m² Bruttogeschossfläche im Baudenkmal THF. Neben gemischten Büroflächen, die sich auch für Kreativnutzungen eignen sollen, werden ebenfalls temporäre Veranstaltungen und Events sowie kulturelle Dauernutzungen möglich sein. Es ist vorgesehen, die Erdgeschosse des Flughafengebäudes der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Jutta Heim-Wenzler, Geschäftsführerin der Tempelhof Projekt GmbH, begrüßt die Entscheidung des Senats:

„Für den Erfolg eines der größten Baudenkmale der Welt ist die heutige Weichenstellung ausschlaggebend. Gerade weil wir mit unserer Arbeit noch am Anfang stehen. Ich freue mich sehr, dass mit der Vision 2030+ unsere vielfältigen Aufgaben erstmals seit der Schließung des Flughafens 2008 einen klaren Fahrplan erhalten. Für das Team der Tempelhof Projekt GmbH ist dieser Beschluss eine große Motivation. Ich bin davon überzeugt, dass sich der Flughafen Tempelhof innerhalb dieses neuen Rahmens zu einem unverzichtbaren und vielseitigen Dreh- und Angelpunkt in Berlin entwickeln kann.“

Für die Umsetzung der Entwicklungsaufgaben wird der Auftrag der Gesellschaft neu gefasst. Schwerpunkte neben der dringend notwendigen Sanierung des über achtzig Jahre alten Gebäudes sind: die Schaffung von Büroflächen und die Fertigstellung der geförderten Öffnungsprojekte wie dem Tower THF mit Dachterrasse und der Ausstellungsflächen bis Ende 2021. Die Gesellschaft soll künftig die touristischen Öffnungsprojekte betreiben. Auch während der langen Bauphasen zum Erhalt des Denkmals bleibt THF ein besonderer Veranstaltungsort. Den Auftakt für die zunehmende Öffnung des Flughafengebäudes markiert das Besucherzentrum CHECK-IN, das seit März für das Publikum geöffnet ist.

Die Vision 2030+ der Tempelhof Projekt GmbH verbindet den bereits eingeschlagenen Kurs mit kooperativ erarbeiteten Überlegungen, um auch für kommende Generationen einen Ort vielfältiger Möglichkeiten zu schaffen. Konkrete Flächen für die Beteiligung der Stadtgesellschaft und interessierter künftiger Nutzer, vor allem aus dem Bereich der Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft, werden gegenwärtig definiert und im Rahmen des neu aufzusetzenden Beteiligungsprozesses angeboten. Der Flughafen Tempelhof soll ein zukunftsweisender und gemeinwohlorientierter Begegnungsort für Berlin, Deutschland und die ganze Welt werden.