Prämierung im Wettbewerb für die temporäre Gestaltung am Erinnerungsort KZ Columbia

© Martin Bennis und Weidner Händle Atelier / Stiftung Topographie des Terrors, 2020

Am Freitag, den 6. November 2020, fand im Auditorium des Dokumentationszentrums der Stiftung Topographie des Terrors die Pressekonferenz zur Vorstellung der Ergebnisse des Gestaltungswettbewerb Temporäre Gestaltung am Erinnerungsort KZ Columbia am Flughafen Tempelhof statt. 

Mit dem prämierten Siegerentwurf von Martin Bennis und Weidner Händle Atelier, einem von weitem sichtbaren "nicht mehr zu sehen"-Schriftzug, soll künftig an das einzige Konzentrationslager innerhalb Berlins, das "Columbia-Haus", erinnert werden. Voraussichtlich im Sommer 2021 wird das knapp 42 Meter lange und etwa drei Meter hohe Spruchband am ehemaligen Standort des KZ Columbia zu sehen sein - auf der Böschung vor dem Ostflügel des Flughafengebäudes.

Ausgelobt wurde der Gestaltungswettbewerb „Temporäre Gestaltung am Erinnerungsort KZ Columbia, Flughafen Tempelhof“ im März 2020 von der Stiftung Topographie des Terrors in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Ziel des Wettbewerbes war es, im Rahmen der Aufarbeitung der NS-Geschichte am Flughafen Tempelhof einen würdigen Erinnerungsort zu schaffen, der die Geschichte des Ortes dokumentiert. Da es bisher noch keine abgeschlossenen Planungen für die vorgelagerten Außenanlagen des Flughafengebäudes gibt, soll zunächst eine temporäre Gestaltung am Erinnerungsort KZ Columbia nahe des Kopfbaus Ost umgesetzt werden.

Im Podium der Pressekonferenz saßen: Dr. Andrea Riedle, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors, Jutta Heim-Wenzler; Geschäftsführerin der Tempelhof Projekt GmbH, und der Sieger des Wettbewerbs Martin Bennis vom Büro Bennis und Weidner Händle. Sie erläuterten die Entscheidung, die zur Auswahl des Siegerentwurfs führte und die Gestaltung des Siegerentwurfs.

Sobald es das Infektionsgeschehen wieder zulässt, können alle eingereichten Wettbewerbsentwürfe im Besucherzentrum CHECK-IN besichtigt werden.