Konzept für DFFB-Mediencampus vorgestellt

Auf Einladung der Senatskanzlei trafen sich am gestrigen Abend Mitglieder des Abgeordnetenhauses, der Vertreter des Planungsbüros sowie die Vertreter_Innen der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) und der Tempelhof Projekt, um sich über die mögliche Ansiedlung eines neuen Mediencampus am Flughafen Tempelhof auszutauschen. Neben einer Ortsbegehung im dafür vorgesehenen Hangar 5, wurden den Gästen der aktuelle Projektstand und die neuesten Ergebnisse aus der Machbarkeitsstudie vorgestellt.

Fakt ist, der Mietvertrag der DFFB im Filmhaus am Potsdamer Platz endet im Jahr 2025. Da die DFFB zudem mehr Platz benötigt, wird ein Umzug notwendig. Favorisierter Standort für einen neuen „Mediencampus“ ist der Flughafen Tempelhof. Noch fehlt zwar die politische Entscheidung, doch die Grundlagen sind gelegt. Zusammen mit der Tempelhof Projekt GmbH hat die DFFB im letzten Jahr eine Machbarkeitsstudie für das Vorhaben in Auftrag gegeben. Demnach könnte die DFFB als Hauptmieter einen ausgewählten Gebäudeteil betreiben, z.B. die Bauteile 5 und 5a mit dem Hangar als Herzstück, und diesen mit weiteren Partnern kooperativ nutzen.

Gestern nun trafen sich Mitglieder des Abgeordnetenhauses mit den Auftraggeberinnen der Studie und dem Planungsbüro. Zu Beginn des Treffens stand eine Besichtigung des Hangar 5. Dieser Teil des Gebäudes hat sich im Vergleich zur Option im Innenhof des Flughafens (Räume in den Bauteilen B, C, D2 und Hof 2) als die einfachere und kostengünstigste Option erwiesen. Im Anschluss daran begab sich die rund 30-köpfige Gruppe in das Besucherzentrum CHECK-IN, wo Markus Seifermann von ÜberRaum Architects Details zum Projekt und zur Studie erläuterte. Christian Gaebler, Chef der Staatskanzlei, Sandra Braun, Direktorin DFFB, und Jutta Heim-Wenzler, Geschäftsführerin Tempelhof Projekt, standen danach den Abgeordneten Rede und Antwort.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie liegen der Senatskanzlei und dem Hauptausschuss seit Dezember 2019 vor und sind nun Teil des politischen Entscheidungsprozesses. Aus Sicht der Tempelhof Projekt wäre die Ansiedlung eines Mediencampus ein wichtiges Projekt zur Entwicklung des Flughafens im Sinne einer kunst-, kultur- und kreativwirtschaftlichen Nutzung, so wie es das jüngst vom Berliner Senat beschlossene Konzeptpapier „Vision 2030+“ u.a. vorsieht.