Instandsetzung des Löschwassernetzes

Foto: M. Lorenz

Zur Sicherstellung seines ordnungsgemäßen Betriebes wird das Löschwassernetz samt Wasserwerk instand gesetzt. Diese Maßnahme ist von 2020 bis 2023 geplant. Da das Wasserwerk als technisches Denkmal bewertet und als solches behandelt wird, besteht die interessante Aufgabe darin, einerseits die Optik zu erhalten und andererseits die Anlage so zu ertüchtigen, dass sie modernen Anforderungen Rechnung trägt und vollumfänglich einsatzbereit ist.

Im ersten Schritt wurden die drei Tiefbrunnen und fünf Löschwasserpumpen repariert und saniert. Sie sind  nun wieder betriebsbereit. Herausforderung dabei: Die Behälter sind so groß sind, dass sie nicht durch die vorhandenen Öffnungen im Gebäude passen und durch neue ersetzt werden können. Eine Öffnung des Bauwerkes ist aus Denkmalschutz-, Statik- und Wirtschaftlichkeitsgründen nicht ohne weiteres möglich, weshalb die vorhandenen Behälter saniert werden mussten. Derzeit werden die Druckluftwasserbehälter und die Brunnenwasser-Filter in Stand gesetzt. Zeitgleich laufen die Vorbereitungen zur Sanierung der Vorlagebehälter mit jeweils einer Löschwasserbevorratung von 2x 500m³. Wer mehr über die kommenden Sanierungsschritte erfahren möchte, kann sich auf unserer Website informieren. 

Ein weiterer Bauabschnitt ist die Sanierung der Löschwasserleitung inklusive der Hydranten unter dem Vorfeld (luftseitig). Auch hier sind die Anforderungen des Denkmalschutzes von besonderem Belang. Um die Beton-Oberfläche so wenig wie möglich anzugreifen, wird die Sanierung im Inline-Verfahren mittels einer grabenlosen Rohrsanierung durchgeführt. Hierdurch kann der historische Belag weitestgehend erhalten und muss nur punktuell wieder hergestellt werden.

Im nächsten Bauabschnitt sollen dann die Rohrleitungen landseitig, im Gebäude, auf dem Tempelhofer Feld und im Wasserwerk saniert, die Elektrotechnik ertüchtigt und eine Gebäudeautomation eingebaut werden. Diese Maßnahmen sind notwendig, um heutige Anforderungen an sicherheitstechnische Versorgungssysteme zu erfüllen. Unmittelbar relevant ist dies für das Projekt der Geschichtsgalerie sowie die Brandschutztechnik der Hangardächer. Langfristig dient die instandgesetzte Löschwasserversorgungszentrale dem gesamten Standort. Die Fertigstellung ist für Ende 2023 geplant.