Vom Offiziershotel zum Digital- und Innovationszentrum

Künstler, Kulturschaffende, Kreative – sie werden künftig den Geist des Flughafens Tempelhof prägen und inspirierende neue Angebote mitten in Berlin schaffen. Einer der kreativen Hubs, der für Innovation, Austausch und digitale Wertschöpfung stehen wird, ist das derzeit leerstehende und entkernte Bauteil H2rund.

Das einstige Offiziershotel der US-Army, direkt am Platz der Luftbrücke, wird in den kommenden Jahren zu einem Digital- und Innovationszentrum ausgebaut. Mit seiner zentralen Lage, optimalen Verkehrsanbindung und zeitgemäßen Ausstattung wird es bestmögliche Arbeitsbedingungen bieten. Besonders Unternehmen und Start-ups aus dem Kreativ-, Kommunikations- und IT-Bereich aber auch Bildungseinrichtungen sollen hier Gestaltungsraum finden, der für angenehme Atmosphäre, Kreativität und Produktivität steht. Die einzigartige Adresse – am historischen Flughafen Tempelhof – und die Nähe zum weitläufigen Tempelhofer Feld sprechen für sich.

Projektbeginn 2018
Die Planungen für das Vorhaben, das die Tempelhof Projekt GmbH in Eigenregie umsetzen wird, starten im dritten Quartal 2018. Für die daran anschließende stufenweise Grundinstandsetzung sowie die umfangreichen Maßnahmen zur baulichen und technischen Renovierung hat der Senat von Berlin Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds (SIWANA) bereitgestellt. Moderne Büroflächen, Veranstaltungsräume sowie öffentliche und gastronomische Bereiche sollen helfen, das bekannte denkmalgeschützte Ensemble wieder zu einem lebendigen Teil der Stadt zu machen.


Ein Haus mit Geschichte
Erste Mieterin des Bauteils H2rund war die Deutsche Lufthansa, die 1938 gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft Hansa Luftbild in das Flughafengebäude zog. Der Gebäuderiegel bildete mit seiner großen Empfangshalle den repräsentativen Zugang zur Hauptverwaltung. Die im Zweiten Weltkrieg für militärische Zwecke genutzten Räume wurden gegen Kriegsende stark zerstört und brannten weitgehend aus. 1950 begann die Berliner Flughafengesellschaft mit dem Wiederaufbau für die US Air Force, die hier unter dem Namen „Columbia House“ das Offizierskasino einrichtete. Aus den einstigen Büroräumen entstanden Unterkünfte. Der Empfangsbereich wurde 1987 vollständig umgestaltet. Weitgehend original erhalten sind die Treppenhäuser mit den charakteristischen Aluminiumgeländern und der Eichensaal, der ursprünglich der Lufthansa als Konferenz- und Vortragsraum diente.