Flüchtlingshilfe in Tempelhof

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) hat ein Zielbild ausgearbeitet, um die Nutzung des Flughafens als Flüchtlingsstandort schnellstmöglich zu beenden. Dieses Zielbild sieht bis Mitte 2017 vor:

  • Freizug der Hangars und Zusammenführung aller Angebote auf der Ostseite: Die Hangars, die seit Ende 2015 als Flüchtlingsnotunterkunft dienen, werden sukzessive freigezogen, und die ca. 550 derzeit hier lebenden Menschen auf andere Unterkünfte verteilt. Während die Hangars somit bald nicht mehr bewohnt werden, entstehen östlich des Vorfeldes, unter der Regie der Berliner Immobilienmanagement GmbH, sogenannte „Tempohomes“. Die Wohncontaineranlage soll bis Ende 2019 insgesamt ca. 1.100 Menschen beherbergen. Auch Freizeit- und Bildungsangebote, etwa die des Zirkus Cabuwazi, wird es hier geben.
  • Erstankunftseinrichtung: Die Hangars entlang des Columbiadamms werden zur landesweiten Erstankunftseinrichtung für Asylsuchende umgewandelt: Geflüchtete Menschen werden dann in Hangar 1 aufgenommen und für die Dauer des Registrierungsprozesses in Hangar 2 untergebracht. Die Hangars 3 und 4 sind als Reserve- bzw. Evakuierungsfläche eingeplant.
  • Leichtbauhalle auf dem Vorfeld: Die Nutzung der sich im Eigentum des LAF befindlichen Halle wird beendet und die Infrastruktur zurückgebaut.


Im Sommer sollen alle genannten Maßnahmen umgesetzt sein und der Regelbetrieb starten.

In der Bürgerversammlung am 27. März im Heimathafen Neukölln bekräftigte die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, dass die Nutzung und der Rückbau der Tempohomes, wie vorgesehen, bis zum 31. Dezember 2019 beendet sein werden.