Historischer Brückenschlag: das AlliiertenMuseum in Hangar 7

Der Flughafen Tempelhof ist ein Spiegel der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Eine geeignetere neue Heimat für das AlliiertenMuseum könnte es daher kaum geben. Der Flughafen passt als authentischer Ort der Zeitgeschichte ideal zum Konzept, so dass die Bundesregierung den Umzug des AlliiertenMuseums von Zehlendorf zum Flughafen Tempelhof zu einer kulturpolitischen Priorität erklärt hat und im November 2015 rund 27 Millionen € für das Projekt bewilligte.

Die international anerkannte Sammlung des AlliiertenMuseums soll hier, im Hangar 7, auf völlig neue Art zur Geltung kommen. Es wird möglich sein, die Großobjekte in den Mittelpunkt der neuen Dauerausstellung zu rücken: darunter das britische Transportflugzeug der Luftbrücke, die zur Ikone gewordene Kontrollbaracke vom Checkpoint Charlie, der Eskortewaggon des französischen Militärzuges, ein Helikopter der US-Armee, Panzer, Fahrzeuge und Überreste des legendären Berliner Spionagetunnels. Deutlich stärker als bisher wird in den Ausstellungen die Geschichte der Alliierten und ihr besonderes Verhältnis zur Berliner Bevölkerung in die nationale Geschichte der deutschen Teilung und die globale Geschichte des Kalten Krieges eingebettet. Damit öffnet sich das Museum auch stärker für die östliche Perspektive. So hat das AlliiertenMuseum das Potenzial, zu einem der markantesten historischen Museen Berlins und Deutschlands zu werden.

Auf einer Gesamtfläche von rund 3.500 m2 sollen Großobjekte präsentiert sowie Dauer- und Sonderausstellungen inszeniert werden. Erstmalig soll das AlliiertenMuseum über Archiv- und Bibliotheksräume mit Arbeitsplätzen für externe Nutzer verfügen und kann so künftig neue Dienstleistungen anbieten.

Mit dem Tower THF und der Geschichtsgalerie in direkter Nachbarschaft wird am südlichen Ende des Gebäudes ein neuer touristischer Anziehungspunkt entstehen – inmitten Berlins, mit optimaler ÖPNV-Anbindung.

Die Symbiose zwischen Flughafengebäude, Museum, Veranstaltungen und Park stellt einen bedeutenden Baustein für die Öffnung und Belebung des Ortes und die Entwicklung zu einem Kultur- und Kreativzentrum dar, von dem die ganze Stadt profitieren wird.